Skip to content

Neues zur Notfallbox

Nachdem ich im Sommer die Notfallbox 143 fertiggestellt und finalisiert habe (siehe hier) war ich nun weder faul noch untätig wink

Ein user hat mich auf die Idee gebracht, doch etwas an der Usability der Box zu ändern. Sie wäre technisch gut gemacht, aber wenig benutzerfreundlich.

Um es kurz zu machen: Ich arbeite gerade an diesem Thema, mehr als nur intensiv. Und ich kann jetzt schon verraten: Es wird sich einiges verändern. Daher meine Bitte: Bleibt hier am Ball, auch wenn ich nicht täglich etwas schreiben kann.

Damit Euch in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, habe ich mir etwas "Neues" ausgedacht: Die Notfallbox On The Go. 

An sich ist die Notfallbox ja dafür gedacht, irgendwo "fest" installiert zu werden, am besten mit Akku und Solar-Panel. Nun braucht selbst der kleines Raspberry PI (Zero 2 W) immer noch ordentlich Strom. Es ist und bleibt nun einmal ein kompletter Computer!

Aber was ist, wenn ihr unterwegs seid - irgendwo - und der Strom und oder das Internet fällt mal eben einfach so aus. Ihr kommt nicht an Eure heimische Notfallbox heran.

Dann nehmt ihr zukünftig die Notfallbox OTG aus der Tasche, stöpselt diese in eine aufgeladene Powerbank - oder einen 12V/USB-Adapter im Fahrzeug - und habt nach nur kurzer Zeit des Bootens eine Notfallbox mit allen wichtigen Informationen zur Hand. Einfach per WLAN mit dem Gerät verbinden, und loslegen.

Beachte bitte hierzu unbedingt mein Youtube-Video.

Die Notfallbox OTG besteht in meinem Fall aus folgenden Komponenten:

ACHTUNG: Alle Links sind Beispiel-Bezugsquellen und stellen keine Kaufempfehlungen dar!

Ich jedenfalls werde mir noch ein passendes Gehäuse drucken und die Notfallbox dann in mein Handschuhfach im Auto legen - wer weiss, wo ich sein werde, wenn ich eine brauche wink

 

Innenansichten eines LoRa Mesh-Nodes

Auf der UKW-Tagung in Weinheim habe ich ein Modell eines LoRa-Nodes präsentiert, eines ohne Gehäuse, quasi zum Anfassen und zeigen.

Hier geht es zum Video.

Im Nachgang zu meinem Vortrag möchte ich dieses Modell auch der Internetgemeinde nicht vorenthalten.

Folgende Komponenten wurden verbaut (Links als Beispiel für eine Bezugsquelle):

Zum wetterfesten Einsatz benötigt man eine andere Antenne und natürlich ein IP65-Gehäuse (oder besser).

Vortrag in Weinheim: MESH-Technologien (LoRa Mesh & ESPnow) auf UKW für Notfunk- und Notfallzwecke

Auch in diesem Jahr war ich wieder auf der UKW-Tagung in Weinheim mit einem Vortrag etwas über Not- und Krisenkommunikation vertreten.

In diesem Jahr habe ich mich mit MESH-Funktechnologien beschäftigt, welche nützlich sein können für derartige Kommunikationsnetze - aber auch sehr interessant für Bastler und kreative Menschen. 

Da ich meinen Vortrag nicht mitfilmen konnte, habe ich den Vortrag im Nachhinein nocheinmal gehalten - dabei aber im Endeffekt nichts ausgelassen ausser den Publikums-Fragen, welche gerne als Kommentar meines Youtub-Videos noch einmal hinterlassen werden können.

Das Video findet man hier: https://youtu.be/1Xecfx6Kovs

Weiterführende Informationen zu den einzelnen Systemen:

Notfallbox mit neuer Anwendungsmöglichkeit

Nach einigen Experimenten und den Erfahrungen aus meinem letzten Urlaub (siehe hier) habe ich die Notfallbox nun um ein neues Anwendungsszenario erweitern können: Den Betrieb an einem externen Wireless-Access-Point (WAP). Konnte bisher nur der interne Raspberry PI-Chip oder ein USB-WiFi-Dongle genutzt werden, so ist nun der Betrieb in vier verschiedenen Anwendungsszenarien möglich.

Szenario 1: Stand-Alone!

Dies war der ursprüngliche Anwendungszweck, aus welchem die Notfallbox entstanden ist: Ein möglichst kleines Gerät, mit stromsparenden Onboard-WiFi (alternativ USB-WiFi-Dongle), steht "irgendwo herum" und liefert Notfallwissen für Jedermann.

Als Gerät war von Beginn an ein Raspberry PI Zero mit einem externen WiFi-Dongle oder ein Raspberry PI Zero W mit Onboard-Wifi vorgesehen, da diese Geräte einen wirklich nur minimalen Stromverbrauch haben und daher sinnvoll auch mit einer kleiner Solarzelle und einem Akku als Puffer platziert werden konnten.

Eine Konnektierung zu einem anderen Netzwerk etc war weder geplant noch vorgesehen, hätte zwar durch manuelle Eingriffe ermöglicht werden können - erschien aber sinnlos, aufgrund des Einsatzzweckes.

Szenario 2: Stand-Alone - aber mit mehr Rechenpower!

Es stellte sich schnell heraus, dass die Idee zwar ganz toll war - aber der Raspberry Zero (egal ob mit internem oder externem WiFi) doch recht langsam ist und mit zwei oder mehr gleichzeitigen Nutzern unter Umständen schnell überlastet sein würde.

Daher habe ich die Notfallbox in einer "größeren Softwareversion" auf schnelleren Geräten zur Verfügung gestellt. So kann diese nun problemlos auf einem Raspberry PI Zero 2 W, 3, 4, 5 oder einem X86-/x64-kompatiblen PC laufen - ebenfalls mit einem internen WiFi-Chip oder einem externen USB-WiFi-Dongle.

Szenario 3: Mit einem externen WAP

Mein letzter Sommerurlaub brachte mich dann auf die Idee, einen externen Wireless-Access-Point (WAP) ins Spiels zu bringen. Erste Versuche haben ergeben, dass ein WAP im Rahmen der Notfallbox keinesfalls über PoE (Power-over-Ethernet) mit Strom versorgt werden kann, da es keine Geräte gibt, welche mit 5V oder 12V über PoE arbeiten.

Dennoch habe ich WAP-Geräte gefunden, welche über USB-Kabel (also 5V) gespeist werden können. Sprich: Man benötigt dann eben ein LAN-Kabel UND ein USB-Stromkabel, um den WAP mit der Notfallbox zu verbinden - benötigt dafür aber keine zusätzliche Stromquelle - quasi eine ideale Kombination.

Dafür musste lediglich die Netzwerk-Konfiguration der Notfallbox so geändert werden, dass für den LAN-Port entweder ein DHCP-Client die IP-Adresse vom WAP bezieht - oder der LAN-Anschluss mit einer statischen Adresse versehen wird. 

Bei der Gelegenheit habe ich ein Netzwerk-Verwaltungs-Tool geschaffen, welches dem Nutzer die volle Kontrolle über die gesamte Netzwerkkommunikation gibt, ohne dies schon bei der Installation auswählen zu müssen.

Szenario 4: Die Notfallbox in einem Netzwerk

Die Nutzer haben sich aber auch gewünscht, dass die Notfallbox als reiner Server arbeitet und die Kommunikation ausschliesslich über LAN funktioniert - und alles anderen von anderen Geräten übernommen wird.

So ist der "Server Mode" entstanden - welcher im Endeffekt ein früheres Projekt unter dem Namen "Notfunk-Server" wiederbelebt und in den Rahmen der Notfallboxen eingebettet hat.

Nun kann die Notfallbox tatsächlich auch an einem Internet, Intranet oder anderen Wide-Area-Netzwerke (WAN) wie beispielsweise dem HAMNET betrieben werden - und dennoch ihre volle Funktionsvielfalt anbieten.

Natürlich müssen in diesem Fall umfangreiche Sicherungsmaßnahmen getroffen werden, da die Notfallbox selbst niemals eine Verbindung mit dem Internet haben sollte in der ursprünglichen Idee. Aber: Dies überlassen wir eben ganz komfortabel dem Benutzer der Notfallbox.

Fazit: Eine Box, viele Ideen

Wir denken, dass wir die Notfallbox nun so universell wie möglich aufgebaut haben und mehr oder weniger alle potentiellen Einsatzfälle abgedeckt haben. 

Die nächste Version der Notfallbox (150) wird dann die Anbindung an LoRa Mesh (Long Range Radio) mit sich bringen. Wir haben diese zwar schon testweise implementiert, aber waren und noch nicht so genau über den Verwendungszweck im Rahmen der Notfallbox im klaren, da LoRa Mesh ja keinen Download einer OSM-Karte, keinen Blick in eine ZIM-Datenbank oder auch kein Upload in die Mini-Cloud ermöglicht.

Aber wir haben inzwischen die passenden Ideen und werden die eben ab sofort umsetzen.

Eine (nahezu) verlustfreie WiFi-Antenne für den Ausseneinsatz

Im Endeffekt will man seine Notfallbox oder sonstige Systeme nicht direkt unterhalb einer Antenne in einem Outdoor-Gehäuse unterbringen, sondern beispielsweise wettergeschützt in einem Gebäude.

Dabei wiederum hat man das Problem, dass die Standard-Antennen der Wifi-Dongles keine Reichweite mehr bringen und man eine Außenantenne auf einem Mast einsetzen will.

Damit man hier nicht in die Falle tappt und die - sowieso schon mickrige - Sendeleistung des Dongels oder des Access Points im Koaxialkabel verloren gehen, zeige ich Euch in einem Video, wie man mittels eines USB-Kabels die Antenne dennoch bis zu 20m weit von der Notfallbox einsetzen kann - ohne nennenswerte Leistungsverluste der Hochfrequenz-Energie.

Liste der im Video verwendete Bauteile (Beschaffungsbeispiele):